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Psalms 89

GerZurcher: Deutsche Zürcher Bibel von 1931. · alemão

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1EIN Lied Ethans, des Esrahiten.

2Die Gnade des Herrn will ich ewig besingen, / von Geschlecht zu Geschlecht deine Treue kundtun. /

3Auf ewig ward Gnade gebaut im Himmel, / ward Treue dort gegründet durch deinen Mund. /

4Du sprachst: "Ich habe einen Bund geschlossen mit meinem Erwählten, / ich habe meinem Knechte David geschworen: / (1) V. 4-5: 2Sa 7:12 13; Ps 132:11; Jes 55:3

5Auf ewig will ich gründen dein Geschlecht, / für alle Zeiten aufbauen deinen Thron." /

6Die Himmel sollen preisen deine Wunder, o Herr, / und die Versammlung der Heiligen deine Treue. /

7Denn wer in den Wolken darf neben den Herrn sich stellen, / wer ist dem Herrn gleich unter den Gottessöhnen? /

8Gott ist gefürchtet im Kreise der Heiligen, / gross und furchtbar über allen, die ihn umgeben. /

9Herr, Gott der Heerscharen, wer ist wie du? / Stark bist du, Herr, und deine Treue ist rings um dich her. /

10Du meisterst das Ungestüm des Meeres; / wenn seine Wellen sich erheben - du stillst sie. / (a) Ps 65:8

11Du hast Rahab niedergetreten wie einen Erschlagenen, / mit starkem Arm hast du deine Feinde zerstreut. /

12Dein ist der Himmel, dein auch die Erde; / der Erdkreis und was ihn erfüllt - du hast sie gegründet. / (a) Ps 24:1; 102:26

13Nord und Süd hast du geschaffen; / Thabor und Hermon jauchzen ob deines Namens. /

14Du hast einen Arm voll Heldenkraft; / stark ist deine Hand und hoch erhoben deine Rechte. /

15Recht und Gerechtigkeit ist deines Thrones Stütze; / Gnade und Treue stehen vor deinem Angesicht. / (a) Ps 97:2

16Wohl dem Volke, das den Jubelruf kennt, / das im Licht deines Angesichts wandelt, o Herr, /

17das deinem Namen allezeit frohlockt / und ob deiner Gerechtigkeit jauchzt! /

18Denn du bist ihre Zier und Stärke, / und durch deine Huld ist hoch erhoben unser Horn. / (1) vgl. Anm. zu 1Sa 2:1.

19Ja, des Herrn ist unser Schild, / des Heiligen Israels unser König. /

20Einst hast du im Gesichte geredet / mit deinem Frommen, hast gesprochen: / Ich habe die Krone aufgesetzt einem Helden, / einen Erwählten aus dem Volke erhöht. / (a) 1Sa 13:14

21Ich habe meinen Knecht David gefunden, / mit meinem heiligen Öl ihn gesalbt. / (a) 1Sa 16:13

22Beständig soll meine Hand ihn halten, / ja, mein Arm soll ihn stärken. /

23Kein Feind soll ihn überfallen, / kein Ruchloser soll ihn bedrücken. /

24Ich will seine Widersacher vor ihm zermalmen, / und die ihn hassen, schlage ich nieder. /

25Meine Treue und Gnade wird mit ihm sein, / hoch soll sein Horn ragen kraft meines Namens. / (1) vgl. Anm. zu 1Sa 2:1. (2) V. 18; Ps 92:11; 112:9; 1Sa 2:1 10

26Ich lasse ihn die Hand auf das Meer legen, / seine Rechte auf die Ströme. /

27Er wird mich anrufen: "Mein Vater bist du, / mein Gott und der Fels meines Heils." / (a) 2Sa 7:14

28Ich aber will ihn zum Erstgebornen machen, / zum höchsten unter den Königen der Erde. / (a) Ps 2:7

29Immerdar will ich ihm meine Gnade bewahren, / und mein Bund soll ihm festbleiben. /

30Ich will auf ewig sein Geschlecht erhalten / und seinen Thron, solange der Himmel steht. /

31Wenn seine Söhne mein Gesetz verlassen / und nicht nach meinen Rechten wandeln, /

32wenn sie meine Satzungen entweihen / und meine Gebote nicht halten, /

33so werde ich ihre Sünde mit der Rute ahnden / und ihre Verschuldung mit Schlägen. /

34Doch meine Gnade will ich ihm nicht entziehen, / und meine Treue will ich nicht brechen. /

35Ich will meinen Bund nicht entweihen, / und was meine Lippen gesprochen, nicht ändern. /

36Das eine habe ich bei meiner Heiligkeit geschworen - / nie werde ich David belügen -: /

37"Sein Geschlecht soll immerdar dauern, / sein Thron wie die Sonne vor mir; / (a) Ps 72:5 17

38wie der Mond soll er ewig bestehen" - / und der Zeuge in den Wolken ist treu. /

39Aber nun hast du verstossen, verworfen, / bist entrüstet wider deinen Gesalbten. /

40Du hast preisgegeben den Bund mit deinem Knechte, / hast seine Krone zu Boden getreten. /

41Du hast all seine Mauern niedergerissen, / hast seine Festen in Trümmer gelegt. /

42Es plündern ihn alle, die des Weges kommen, / er ist seinen Nachbarn zum Spott geworden. / (a) Ps 44:14; 79:4; 80:7 13

43Hoch hast du die Hand seiner Dränger erhoben, / hast alle seine Feinde erfreut. /

44Ja, du liessest zurückweichen seines Schwertes Schneide, / liessest ihn im Kampfe nicht aufkommen. /

45Du hast seinem Glanz ein Ende gemacht, / hast seinen Thron zur Erde gestürzt. /

46Du hast die Tage seiner Jugend verkürzt, / hast ihn mit Schande bedeckt. / (a) Ps 102:24 25

47Wie lange, o Herr, willst du dich noch verbergen, / deinen Grimm lodern lassen wie Feuer? / (a) Ps 85:6

48Bedenke, o Herr: was ist doch das Leben! / wie nichtig alle Menschenkinder, die du geschaffen! / (a) Ps 90:9 10

49Wo lebt der Mann, der den Tod nicht sieht, / der seine Seele vor dem Totenreich rettet? /

50Wo sind deine frühern Gnadenbeweise, o Herr, / wie du sie David geschworen bei deiner Treue? /

51Gedenke, o Herr, der Schmach deines Knechtes, / dass ich im Busen trage den Hohn der Völker, /

52womit deine Feinde schmähen, o Herr, / womit sie schmähen die Fußstapfen deines Gesalbten! Gelobt sei der Herr in Ewigkeit! Amen, Amen.

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