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Luke 24

GerBoLut: Deutsch Bolsingerߴs Luther 1545 Bibel (moderne Rechtschreibung) · alemão

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1Aber an der Sabbate einem sehr fruhe kamen sie zum Grabe und trugen die Spezerei, die sie bereitet hatten, und etliche mit ihnen.

2Sie fanden aber den Stein abgewalzet von dem Grabe

3und gingen hinein und fanden den Leib des Herm Jesu nicht.

4Und da sie darum bekümmert waren, siehe, da traten zu ihnen zwei Manner mit glanzenden Kleidern.

5Und sie erschraken und schlugen ihre Angesichte nieder zu der Erde. Da sprachen die zu ihnen: Was suchet ihr den Lebendigen bei den Toten?

6Er ist nicht hier, er ist auferstanden. Gedenket daran, wie er euch sagte, da er noch in Galilaa war,

7und sprach: Des Menschen Sohn muft uberantwortet werden in die Hande der Sunder und gekreuziget werden und am dritten Tage auferstehen.

8Und sie gedachten an seine Worte.

9Und sie gingen wieder vom Grabe und verkundigten das alles den Elfen und den andern alien.

10Es war aber Maria Magdalena und Johanna und Maria, des Jakobus Mutter, und andere mit ihnen, die solches den Aposteln sagten.

11Und es deuchten sie ihre Worte eben, als waren's Marlein, und glaubten ihnen nicht.

12Petrus aber stund auf und lief zum Grabe und buckete sich hinein und sah die leinenen Tucher ailein liegen und ging davon; und es nahm ihn wunder, wie es zuginge.

13Und siehe, zwei aus ihnen gingen an demselbigen Tage in einen Flecken, der war von Jerusalem sechzig Feldwegs weit, des Name heißt Emmaus.

14Und sie redeten miteinandervon alien diesen Geschichten.

15Und es geschah, da sie so redeten und befragten sich miteinander, nahete Jesus zu ihnen und wandelte mit ihnen.

16Aber ihre Augen wurden gehalten, dafi sie ihn nicht kannten.

17Er sprach aber zu ihnen: Was sind das fur Reden, die ihrzwischen euch handelt unterwegs, und seid traurig?

18Da antwortete einer mit Namen Kleophas und sprach zu ihm: Bist du allein unter den Fremdlingen zu Jerusalem, der nicht wisse, was in diesen Tagen drinnen geschehen ist?

19Und er sprach zu ihnen: Welches? Sie aber sprachen zu ihm: Das von Jesu von Nazareth, welcher war ein Prophet, machtig von Taten und Worten vor Gott und allem Volk;

20wie ihn unsere Hohenpriester und Obersten uberantwortet haben zur Verdammnis des Todes und gekreuziget.

21Wir aber hoffeten, er sollte Israel erlosen. Und uber das alles ist heute der dritte Tag, dafi solches geschehen ist.

22Auch haben uns erschreckt etliche Weiber der Unsern, die sind fruhe bei dem Grabe gewesen,

23haben seinen Leib nicht funden, kommen und sagen, sie haben ein Gesichtder Engel gesehen, welche sagen, er lebe.

24Und etliche unter uns gingen hin zum Grabe und fanden's also, wie die Weiber sagten; aber ihn fanden sie nicht.

25Und er sprach zu ihnen: O ihr Toren und trages Herzens, zu glauben alle dem, das die Propheten geredet haben!

26Mul Jte nicht Christus solches leiden und zu seiner Herrlichkeit eingehen?

27Und ting an von Mose und alien Propheten und legte ihnen alle Schriften aus, die von ihm gesagt waren.

28Und sie kamen nahe zum Flecken, da sie hingingen. Und er stellete sich, als wollte er furder gehen.

29Und sie notigten ihn und sprachen: Bleibe bei uns; denn es will Abend werden, und der Tag hat sich geneiget. Und er ging hinein, bei ihnen zu bleiben.

30Und es geschah, da er mit ihnen zu Tische saß, nahm er das Brot, dankete und brach's und gab's ihnen.

31Da wurden ihre Augen geoffnet und erkannten ihn. Und er verschwand vor ihnen.

32Und sie sprachen untereinander: Brannte nicht unser Herz in uns, da er mit uns redete auf dem Wege, als er uns die Schrift offnete?

33Und sie stunden auf zu derselbigen Stunde, kehreten wieder gen Jerusalem und fanden die Elfe versammelt und die bei ihnen waren,

34welche sprachen: Der Herr ist wahrhaftig auferstanden und Simon erschienen.

35Und sie erzahleten ihnen, was auf dem Wege geschehen war, und wie er von ihnen erkannt ware an dem, da erdas Brot brach.

36Da sie aber davon redeten, trat er selbst, Jesus, mitten unter sie und sprach zu ihnen: Friede sei mit euch!

37Sie erschraken aber und furchteten sich, meineten, sie sahen einen Geist.

38Und er sprach zu ihnen: Was seid ihr so erschrocken, und warum kommen solche Gedanken in euer Herz?

39Sehet meine Hande und meine Füße, ich bin's selber; fühlet mich und sehet; denn ein Geist hat nicht Fleisch und Bein, wie ihr sehet, daß ich habe.

40Und da er das sagte, zeigte er ihnen Hande und Fül Je.

41Da sie aber noch nicht glaubten vor Freuden und sich verwunderten, sprach erzu ihnen: Habt ihr hier etwas zu essen?

42Und sie legten ihm vor ein Stuck von gebratenem Fisch und Honigseims.

43Und ernahm's und ali vor ihnen.

44Er aber sprach zu ihnen: Das sind die Reden, die ich zu euch sagte, da ich noch bei euch war; denn es muß alles erfullet werden, was von mir geschrieben ist im Gesetz Mose's, in den Propheten und in Psalmen.

45Da offnete er ihnen das Verstandnis, daß sie die Schrift verstunden.

46Und sprach zu ihnen: Also ist's geschrieben, und also mußte Christus leiden und auferstehen von den Toten am dritten Tage

47und predigen lassen in seinem Namen Buße und Vergebung der Sunden unter alien Volkern und anheben zu Jerusalem.

48Ihr aber seid des alles Zeugen.

49Und siehe, ich will auf euch senden die Verheifiung meines Vaters. Ihr aber sollt in der Stadt Jerusalem bleiben, bis daß ihr angetan werdet mit Kraft aus der Hohe.

50Er fuhrete sie aber hinaus gen Bethanien und hub die Hande auf und segnete sie.

51Und es geschah, da er sie segnete, schied er von ihnen und fuhrauf gen Himmel.

52Sie aber beteten ihn an und kehrten wieder gen Jerusalem mitgroßer Freude.

53Und waren allewege im Tempel, preiseten und lobeten Gott.

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