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Luke 19

GerBoLut: Deutsch Bolsingerߴs Luther 1545 Bibel (moderne Rechtschreibung) · alemão

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1Und erzog hinein und ging durch Jericho;

2Und siehe, da war ein Mann, genannt Zachaus, der war ein Oberster der Zollner und war reich.

3Und begehrte Jesum zu sehen, wererware, und konnte nicht vor dem Volk; denn erwar klein von Person.

4Und er lief vorhin und stieg auf einen Maulbeerbaum, auf daß er ihn sahe; denn allda sollte erdurchkommen.

5Und als Jesus kam an dieselbige Statte, sah er auf und ward sein gewahr und sprach zu ihm: Zachaus, steig eilend hernieder; denn ich muß heute zu deinem Hause einkehren.

6Und er stieg eilend hernieder und nahm ihn auf mit Freuden.

7Da sie das sahen, murreten sie alle, daß er bei einem Sunder einkehrete.

8Zachaus aber trat dar und sprach zu dem Herrn: Siehe, Herr, die Halfte meiner Guter gebe ich den Armen, und so ich jemand betrogen habe, das gebe ich vierfaltig wieder.

9Jesus aber sprach zu ihm: Heute ist diesem Hause Heil widerfahren, sintemal er auch Abrahams Sohn ist;

10denn des Menschen Sohn ist kommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist.

11Da sie nun zuhoreten, sagte er weiter ein Gleichnis, darum daß er nahe bei Jerusalem war, und sie meineten, das Reich Gottes sollte alsbald offenbart werden,

12und sprach: Ein Edler zog fern in ein Land, daß er ein Reich einnahme und dann wiederkame.

13Dieser forderte zehn seiner Knechte und gab ihnen zehn Pfund und sprach zu ihnen: Handelt, bis daß ich wiederkomme.

14Seine Burger aber waren ihm feind und schickten Botschaft nach ihm und lieüen ihm sagen: Wirwollen nicht, daß dieser uber uns herrsche.

15Und es begab sich, da erwiederkam nachdem er das Reich eingenommen hatte, hiefi er dieselbigen Knechte fordern, welchen er das Geld gegeben hatte, daß er wulite, was ein jeglicher gehandelt hatte.

16Da trat herzu der erste und sprach: Herr dein Pfund hat zehn Pfund erworben.

17Und er sprach zu ihm: Ei du frommer Knecht! Dieweil du bist im Geringsten treu gewesen, sollst du Macht haben uber zehn Stadte.

18Derandere kam auch und sprach: Herr, dein Pfund hat fünf Pfund getragen.

19Zu dem sprach er auch: Und du sollst sein uber fünf Stadte.

20Und der dritte kam und sprach: Herr, siehe da, hier ist dein Pfund, welches ich habe im Schweilituch behalten.

21Ich furchtete mich vor dir, denn du bist ein harter Mann; du nimmst, was du nicht gelegt hast, und erntest, was du nicht gesaet hart.

22Er sprach zu ihm: Aus deinem Munde richte ich dich, du Schalk! Wufitest du, dafi ich ein harter Mann bin, nehme, was ich nicht geleget habe, und ernte, was ich nicht gesaet habe?

23Warum hast du denn mein Geld nicht in die Wechselbank gegeben? und wenn ich kommen ware, hatte ich's mit Wucher erfordert.

24Und er sprach zu denen, die dabei stunden: Nehmet das Pfund von ihm und gebet's dem, der zehn Pfund hat.

25Und sie sprachen zu ihm: Herr, hat er doch zehn Pfund.

26Ich sage euch aber: Wer da hat, dem wird gegeben werden; von dem aber, der nicht hat, wird auch das genommen werden, was er hat.

27Doch jene, meine Feinde, die nicht wollten, daß ich uber sie lierrschen sollte, bringet her und erwurget sie vor mir!

28Und als er solches sagte, zog er fort und reisete hinauf gen Jerusalem.

29Und es begab sich, als er nahete gen Bethphage und Bethanien und kam an den Olberg, sandte er seiner Junger zwei

30und sprach: Gehet hin in den Markt, der gegenuberliegt; und wenn ihr hineinkommet, werdet ihr ein Fullen angebunden finden, auf welchem noch nie kein Mensch gesessen ist. Loset es ab und bringet es.

31Und so euch jemand fragt; warum ihr's abloset, so sagt also zu ihm: Der Herr bedarf sein.

32Und die Gesandten gingen hin und fanden, wie er ihnen gesagt hatte.

33Da sie aber das Fullen ablbseten, sprachen seine Herren zu ihnen: Warum loset ihr das Fullen ab?

34Sie aber sprachen: Der Herr bedarf sein.

35Und sie brachten's zu Jesu und warfen ihre Kleider auf das Fullen und setzten Jesum darauf.

36Da er nun hinzog, breiteten sie ihre Kleider auf den Weg.

37Und da er nahe hinzukam und zog den Olberg herab, fing an derganze Haufe seiner Junger, mit Freuden Gott zu loben mit lauter Stimme uber alle Taten, die sie gesehen hatten,

38und sprachen: Gelobetsei, der da kommt, ein Konig, in dem Namen des Herm! Friede sei im Himmel und Ehre in der Hohe!

39Und etliche der, Pharisaer im Volk sprachen zu ihm: Meister, strafe doch deine Junger!

40Er antwortete und sprach zu ihnen: Ich sage euch: Wo diese werden schweigen, so werden die Steine schreien.

41Und als er nahe hinzukam, sah er die Stadt an und weinete uber sie

42und sprach: Wenn du es wulitest, so wurdest du auch bedenken zu dieser deiner Zeit, was zu deinem Frieden dienet. Aber nun ist's vor deinen Augen verborgen.

43Denn es wird die Zeit uber dich kommen, daß deine Feinde werden urn dich und deine Kinder mit dir eine Wagenburg schlagen, dich belagern und an alien Orten angsten

44und werden dich schleifen und keinen Stein auf dem andern lassen, darum daß du nicht erkannt hast die Zeit, darinnen du heimgesucht bist.

45Und er ging in den Tempel und fing an auszutreiben, die darinnen verkauften und kauften,

46und sprach zu ihnen: Es stehet geschrieben: Mein Haus ist ein Bethaus; ihr aber habt's gemacht zur Mordergrube.

47Und lehrte taglich im Tempel. Aber die Hohenpriester und Schriftgelehrten und die Vornehmsten im Volk trachteten ihm nach, daß sie ihn umbrachten,

48und fanden nicht, wie sie ihm tun sollten; denn alles Volk hing ihm an und horete ihn.

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