1(Ein Maskil74,1 S. die Anm. zu Ps. 32, Überschrift; von Asaph.)
2Gedenke deiner Gemeinde, die du erworben hast damals, erlöst als dein Erbteil74,2 W. als Stamm deines Erbes – des Berges Zion, auf dem du gewohnt hast!
3Erhebe deine Tritte zu den immerwährenden Trümmern! Alles im Heiligtum hat der Feind zerstört.
4Es brüllen deine Widersacher inmitten deiner Versammlungsstätte; sie haben ihre Zeichen74,4 O. Wunder; so auch V. 9 als Zeichen74,4 O. Wunder; so auch V. 9 gesetzt.
5Sie erscheinen74,5 W. Er (d.h. jeder Einzelne von ihnen) wird wahrgenommen; od.: Es sieht sich an, wie wenn einer usw. wie einer, der die Axt emporhebt im Dickicht des Waldes;
6und jetzt zerschlagen sie sein Schnitzwerk allzumal mit Beilen und mit Hämmern.
7Sie haben dein Heiligtum in Brand gesteckt, zu Boden entweiht die Wohnung deines Namens.
8Sie sprachen in ihrem Herzen: Lasst uns sie niederzwingen allesamt! – Verbrannt haben sie alle Versammlungsstätten Gottes74,8 El im Land.
9Unsere Zeichen sehen wir nicht; kein Prophet ist mehr da, und keiner bei uns, der weiß, bis wann.
10Bis wann, o Gott, soll höhnen der Bedränger, soll der Feind deinen Namen verachten immerfort?
11Warum ziehst du deine Hand und deine Rechte zurück? Hervor aus deinem Schoß, mach ein Ende74,11 O. vernichte sie!
12Gott ist ja mein König von alters her, der Rettungen schafft inmitten des Landes74,12 O. der Erde.
13Du zerteiltest das Meer durch deine Macht, zerschelltest die Häupter der Wasserungeheuer auf den Wassern.
14Du zerschmettertest die Häupter des Leviatans, gabst ihn zur Speise dem Volk, den Bewohnern der Wüste74,14 d.h. den Wüstentieren.
15Du ließest Quelle und Bach hervorbrechen, immerfließende Ströme trocknetest du aus.
16Dein ist der Tag, dein auch die Nacht; den Mond74,16 Eig. die Leuchte und die Sonne hast du bereitet.
17Du hast festgestellt alle Grenzen der Erde; Sommer und Winter, du hast sie gebildet.
18Gedenke dessen: Der Feind hat den HERRN gehöhnt, und ein törichtes74,18 O. gemeines, gottloses Volk hat deinen Namen verachtet.
19Gib nicht dem Raubtier hin die Seele deiner Turteltaube; die Schar deiner Elenden vergiss nicht für immer!
20Schaue hin auf den Bund! Denn die finsteren Örter der Erde sind voll von Wohnungen der Gewalttat.
21Nicht kehre beschämt zurück der Unterdrückte; lass den Elenden und Armen deinen Namen loben!
22Steh auf, o Gott, führe deinen Rechtsstreit! Gedenke deiner Verhöhnung von den Toren74,22 wie Ps. 14,1 den ganzen Tag!
23Vergiss nicht die Stimme deiner Widersacher! Das Getöse derer, die sich gegen dich erheben, steigt auf beständig74,23 O. das beständig aufsteigt.