1(Ein Gedicht16,1 Hebr. Miktam; der Sinn des Wortes ist zweifelhaft von David.)
2Du, meine Seele, hast16,2 Viell. ist mit der alexandrin., syr. und lat. Übersetzung zu l.: Ich habe zu dem HERRN gesagt: Du bist der Herr; meine Güte reicht nicht hinauf zu dir16,2 O. wie and. üb.: es gibt kein Gut (od. Glück) für mich außer dir.
3Du hast zu den Heiligen gesagt, die auf der Erde sind, und zu den Herrlichen: An ihnen ist alle meine Lust.16,3 Der hebr. Text ist fehlerhaft; wahrsch. ist zu l.: Und zu den Heiligen, die auf der Erde sind: Das sind die Herrlichen, an denen alle meine Lust ist
4Viele werden der Schmerzen derer sein, die einem anderen nacheilen; ihre Trankopfer von Blut werde ich nicht spenden und ihre Namen nicht auf meine Lippen nehmen.
5Der HERR ist das Teil meines Erbes16,5 Eig. meines Anteils und meines Bechers; du erhältst mein Los.
6Die Messschnüre sind mir gefallen in lieblichen Örtern; ja, ein schönes Erbteil ist mir geworden.
7Den HERRN werde ich preisen, der mich beraten hat; selbst des Nachts unterweisen mich meine Nieren.
8Ich habe den HERRN stets vor mich gestellt; weil er zu meiner Rechten ist, werde ich nicht wanken.
9Darum freut sich mein Herz und frohlockt meine Seele16,9 W. Ehre, wie Ps. 7,5. And. l.: Zunge; vergl. Apstgsch. 2,26. Auch mein Fleisch wird in Sicherheit ruhen.
10Denn meine Seele wirst du dem Scheol nicht lassen, wirst nicht zugeben, dass dein Frommer die Verwesung sehe.
11Du wirst mir den Weg des Lebens mitteilen; Fülle16,11 Eig. Sättigung von Freuden ist vor deinem16,11 Eig. bei, mit deinem, d.h. unzertrennlich davon Angesicht, Lieblichkeiten in16,11 O. zu deiner Rechten jederzeit.