1Da antwortete der Herr dem Hiob aus dem Wetter und sprach:
2Gürte doch wie ein Mann deine Lenden; / ich will dich fragen, und du lehre mich! / (a) Hio 38:3
3Willst du gar mein Recht vernichten, / mir Unrecht geben, dass du Recht behaltest? / (a) Ps 51:6
4Ist denn dein Arm dem Arme Gottes gleich? / Hast du wie er des Donners Stimme? /
5Schmücke dich doch mit Majestät und Hoheit, / umkleide dich mit Herrlichkeit und Pracht! /
6Lass sich ergiessen die Fluten deines Zorns / und erniedrige jeden Stolzen mit deinem Blick! /
7Mit deinem Blick demütige jeden Hohen / und zertritt die Gottlosen auf der Stelle! /
8Verscharre sie im Staube allzumal, / banne ihr Angesicht an verborgenen Ort! /
9Alsdann will auch ich dich preisen, / dass deine Rechte dir Sieg verleiht. /
10Siehe doch das Flusspferd, das ich schuf wie dich: / Gras frisst es wie das Rind. /
11Siehe doch, welche Kraft in seinen Lenden / und welche Stärke in den Muskeln seines Bauchs! /
12Steif macht es seinen Schwanz wie eine Zeder; / die Sehnen seiner Schenkel sind verschlungen. /
13Seine Knochen sind Röhren von Erz, / seine Gebeine wie Stäbe von Eisen. /
14Das ist der Erstling von Gottes Schaffen, / gemacht zum Beherrscher seiner Genossen. /
15Denn das Gewächs der Berge nimmt es sich, / und alles Wild des Feldes zermalmt es. /
16Dort unter Lotusbüschen lagert es / im Versteck von Rohr und Sumpf. /
17Lotusbüsche decken es mit Schatten, / und die Weiden am Bache umgeben es. /
18Wenn auch der Strom andringt, es flüchtet nicht, / bleibt ruhig, ob auch ein Sturzbach hervorbricht. /
19Wer dürfte ihm in die Augen greifen, / mit Stricken ihm die Nase durchbohren? /
20Kannst du das Krokodil an der Angel ziehen / und mit dem Stricke seine Zunge niederdrücken? /
21Legst du ihm ein Binsenseil an die Nase / und stichst einen Haken durch seinen Backen? /
22Wird es dich lange bitten / oder freundlich mit dir reden? /
23Wird es einen Vertrag mit dir schliessen, / dass du es für immer zum Sklaven bekommst? /
24Spielst du mit ihm wie mit einem Vogel / und bindest du es an für deine Mädchen? / Feilschen darum die Zunftgenossen, / verteilen sie es unter die Händler? / Kannst du seine Haut mit Stacheln spicken / und mit Fischharpunen seinen Kopf? / Lege nur deine Hand daran - / denke an den Kampf! - du tust es nicht wieder. / Sieh, deine Hoffnung wäre betrogen; / schon bei seinem Anblick würde einer hingestreckt. /