1Auf meinem Lager nächtlicher Weile / suchte ich ihn, den meine Seele liebt, / ich suchte ihn, doch ich fand ihn nicht. / (a) Hoh 5:6
2"So will ich mich aufmachen, die Stadt durchwandern, / die Strassen und Plätze, / will ihn suchen, den meine Seele liebt." / Ich suchte ihn, doch ich fand ihn nicht. /
3Mich fanden die Wächter, / die die Stadt durchstreifen - / "Habt ihr ihn gesehen, / den meine Seele liebt?" /
4Kaum war ich an ihnen vorüber, / da fand ich ihn, den meine Seele liebt. / Ich hielt ihn fest und liess ihn nicht mehr, / bis ich ihn gebracht in meiner Mutter Haus, / in die Kammer derer, die mich geboren. /
5Ich beschwöre euch, ihr Töchter Jerusalems, / bei den Gazellen oder den Hinden des Feldes: / stört nicht auf, weckt nicht die Liebe, / bis es ihr gefällt! (a) Hoh 2:7; 8:4
6Wer steigt da herauf aus der Trift / in Säulen von Rauch, / umduftet von Myrrhen und Weihrauch, / von allerlei Gewürzstaub des Händlers? /
7Siehe, das ist Salomos Sänfte, / von sechzig Helden umgeben / aus Israels Helden. /
8Alle tragen sie Schwerter, / sind geübt im Kampfe; / ein jeder hat sein Schwert an der Seite / gegen nächtlichen Schrecken. /
9Einen Tragsessel liess sich der König machen / aus Hölzern vom Libanon: /
10die Füsse von Silber, / die Lehne von Gold, / der Sitz ein Purpurkissen, / das Innere mit Ebenholz ausgelegt. / Ihr Töchter Jerusalems, /
11kommt heraus und beschaut den König in der Krone, / mit der seine Mutter ihn krönte / am Tag seiner Hochzeit, / am Tag seiner Herzensfreude.