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Mark 9

GerBoLut: Deutsch Bolsingerߴs Luther 1545 Bibel (moderne Rechtschreibung) · alemão

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1Und er sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch, es stehen etliche hier, die werden den Tod nicht schmecken, bis daß sie sehen das Reich Gottes mit Kraft kommen.

2Und nach sechs Tagen nahm Jesus zu sich Petrus, Jakobus und Johannes und fuhrte sie auf einen hohen Berg besonders alleine und verklarete sich vor ihnen.

3Und seine Kleider wurden hell und sehr weili wie der Schnee, daß sie kein Farber auf Erden kann so weili machen.

4Und es erschien ihnen Elia mit Mose und hatten eine Rede mit Jesu.

5Und Petrus antwortete und sprach zu Jesu: Rabbi, hier ist gut sein; lasset uns drei Hütten machen, dir eine, Mose eine und Elia eine.

6Er wulite aber nicht, was er redete; denn sie waren besturzt.

7Und es kam eine Wolke, die uberschattete sie. Und eine Stimme fiel aus der Wolke und sprach: Das ist mein lieber Sohn; den sollt ihr horen.

8Und bald danach sahen sie um sich und sahen niemand mehr denn allein Jesum bei ihnen.

9Da sie aber vom Berge herabgingen, verbot ihnen Jesus, daß sie niemand sagen sollten, was sie gesehen hatten, bis des Menschen Sohn auferstunde von den Toten.

10Und sie behielten das Wort bei sich und befragten sich untereinander: Was ist doch das Auferstehen von den Toten?

11Und sie fragten ihn und sprachen: Sagen doch die Schriftgelehrten, daß Elia muti zuvor kommen.

12Er antwortete aber und sprach zu ihnen: Elia soil ja zuvor kommen und alles wieder zurechtbringen; dazu des Menschen Sohn soil viel leiden und verachtet werden, wie denn geschrieben stehet.

13Aber ich sage euch: Elia ist kommen, und sie haben an ihm getan, was sie wollten, nachdem von ihm geschrieben stehet.

14Und, er kam zu seinen Jüngem und sah viel Volks um sie und Schriftgelehrte, die sich mit ihnen befragten.

15Und alsbald, da alles Volk ihn sah, entsetzten sie sich, liefen zu und grulieten ihn.

16Und erfragete die Schriftgelehrten: Was befraget ihr euch mit ihnen?

17Einer aber aus dem Volk antwortete und sprach: Meister, ich habe meinen Sohn hergebracht zu dir, der hat einen sprachlosen Geist;

18und wo er ihn erwischet, so reilit er ihn und schaumet und knirschet mit den Zahnen und verdorret. Ich habe mit deinen Jüngem geredet, daß sie ihn austrieben, und sie konnen's nicht.

19Er antwortete ihm aber und sprach: O du unglaubiges Geschlecht, wie lange soil ich bei euch sein? Wie lange soil ich mich mit euch leiden? Bringet ihn her zu mir!

20Und sie brachten ihn her zu ihm. Und alsbald, da ihn der Geist sah, rili er ihn und fiel auf die Erde und walzete sich und schaumete.

21Und er fragte seinen Vater: Wie lange ist's, daß ihm das widerfahren ist? Er sprach: Von Kind auf.

22Und oft hat er ihn in Feuer und Wasser geworfen, daß er ihn umbrachte. Kannst du aber was, so erbarme dich unser und hilf uns!

23Jesus aber sprach zu ihm: Wenn du konntet glauben! Alle Dinge sind moglich dem, der da glaubet.

24Und alsbald schrie des Kindes Vater mit Tranen und sprach: Ich glaube, lieber Herr; hilf meinem Unglauben!

25Da nun Jesus sah, daß das Volk zulief, bedrauete er den unsauberen Geist und sprach zu ihm: Du sprachloser und tauber Geist, ich gebiete dir, daß du von ihm ausfahrest und fahrest hinfort nicht in ihn!

26Da schrie er und rili ihn sehr und fuhr aus. Und er ward, als ware er tot, daß auch viele sagten: Er ist tot.

27Jesus aber ergriff ihn bei der Hand und richtete ihn auf; und er stund auf.

28Und da er heimkam, fragten ihn seine Junger besonders: Warum konnten wir ihn nicht austreiben?

29Und er sprach: Diese Art kann mitnichten ausfahren denn durch Beten und Fasten.

30Und sie gingen von dannen hinweg und wandelten durch Galilaa; und erwollte nicht, daß es jemand wissen sollte.

31Er lehrete aber seine Junger und sprach zu ihnen: Des Menschen Sohn wird uberantwortet werden in der Menschen Hande. Und sie werden ihn toten; und wenn er getotet ist, so wird er am dritten Tage auferstehen.

32Sie aber vernahmen das Wort nicht und furchteten sich, ihn zu fragen.

33Und er kam gen Kapernaum. Und da er daheim war, fragte er sie: Was handeltet ihr miteinander auf dem Wege?

34Sie aber schwiegen; denn sie hatten miteinander auf dem Wege gehandelt, welcher der Grotite ware.

35Und er setzte sich und rief den Zwolfen und sprach zu ihnen: So jemand will der Erste sein, der soil der Letzte sein vor alien und aller Knecht.

36Und er nahm ein Kindlein und stellete es mitten unter sie und herzete dasselbige und sprach zu ihnen:

37Wer ein solches Kindlein in meinem Namen aufnimmt, der nimmt mich auf; und wer mich aufnimmt, der nimmt nicht mich auf, sondern den, der mich gesandt hat.

38Johannes aber antwortete ihm und sprach: Meister, wir sahen einen, der trieb Teufel in deinem Namen aus, welcher uns nicht nachfolget; und wir verboten's ihm darum, daß er uns nicht nachfolget.

39Jesus aber sprach: Ihr sollt's ihm nicht verbieten. Denn es ist niemand, der eine Tat tue in meinem Namen und moge bald ubel von mir reden.

40Wer nicht wider uns ist, der ist fur uns.

41Wer aber euch tranket mit einem Becher Wassers in meinem Namen darum, daß ihr Christo angehoret, wahrlich, ich sage euch, es wird ihm nicht unvergolten bleiben.

42Und wer der Kleinen einen argert, die an mich glauben, dem ware es besser, daü ihm ein Muhlstein an seinen Hals gehanget wurde, und er ins Meer geworfen wurde.

43So dich aber deine Hand argert, so haue sie ab. Es ist dir besser, daß du als ein Kruppel zum Leben eingehest, denn daß du zwo Hande habest und fahrest in die Holle, in das ewige Feuer,

44da ihr Wurm nicht stirbt und ihr Feuer nicht verlischt.

45Argert dich dein Fuli, so haue ihn ab. Es ist dir besser, daß du lahm zum Leben eingehest, denn daü du zwei Fuße habest und werdest in die Holle geworfen, in das ewige Feuer,

46da ihr Wurm nicht stirbt und ihr Feuer nicht verlischt.

47Argert dich dein Auge, so wirfs von dir. Es ist dir besser, daß du einaugig in das Reich Gottes gehest, denn daß du zwei Augen habest und werdest in das hollische Feuer geworfen,

48da ihr Wurm nicht stirbt und ihr Feuer nicht verlischt.

49Es muß alles mit Feuer gesalzen werden, und alles Opfer wird mit Salz gesalzen.

50Das Salz ist gut; so aber das Salz dumm wird, womitwird man würzen? Habt Salz bei euch und habt Frieden untereinander!

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