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Luke 6

GerBoLut: Deutsch Bolsingerߴs Luther 1545 Bibel (moderne Rechtschreibung) · alemão

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1Und es begab sich an einem Sabbat, daß er durchs Getreide ging; und seine Junger rauften Ahren aus und alien und rieben sie mit den Handen.

2Etüche aber der Pharisaer sprachen zu ihnen: Warum tut ihr, was sich nicht ziemet zu tun an den Sabbaten?

3Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Habt ihr nicht das gelesen, was David tat, da ihn hungerte, und die mit ihm waren:

4wie er zum Hause Gottes einging und nahm die Schaubrote und ali und gab auch denen, die mit ihm waren, die doch niemand durfte essen ohne die Priester alleine?

5Und sprach zu ihnen: Des Menschen Sohn ist ein Herr auch des Sabbats.

6Es geschah aber auf einen andern Sabbat, daß er ging in die Schule und lehrete. Und da war ein Mensch, des rechte Hand war verdorret.

7Aber die Schriftgelehrten und Pharisaer hielten auf ihn, ob er auch heilen wurde am Sabbat, auf daß sie eine Sache wider ihn fanden.

8Er aber merkete ihre Gedanken und sprach zu dem Menschen mit der durren Hand: Stehe auf und tritt hervor! Und er stund auf und trat dahin.

9Da sprach Jesus zu ihnen: Ich frage euch: Was ziemet sich zu tun an den Sabbaten, Gutes Oder Boses, das Leben erhalten Oder verderben?

10Und ersah sie alle umher an und sprach zu dem Menschen: Strecke aus deine Hand! Und er tat's. Da ward ihm seine Hand wieder zurechtgebracht, gesund wie die andere.

11Sie aber wurden ganz unsinnig und beredeten sich miteinander, was sie ihm tun wollten.

12Es begab sich aber zu der Zeit, daß er ging auf einen Berg, zu beten; und er blieb uber Nacht in dem Gebet zu Gott.

13Und da es Tag ward, riefer seine Jünger und erwahlete ihrer zwolf, welche er auch Apostel nannte:

14Simon, welchen er Petrus nannte, und Andreas, seinen Bruder, Jakobus und Johannes, Philippus und Bartholomaus,

15Matthaus und Thomas, Jakobus, des Alphaus Sohn, Simon, genannt Zelotes,

16Judas, des Jakobus Sohn, und Judas Ischariot, den Verrater.

17Und er ging hernieder mit ihnen und trat auf einen Platz im Felde, und der Haufe seiner Junger und eine grofie Menge des Volks von allem judischen Lande und Jerusalem und Tyrus und Sidon, am Meer gelegen,

18die da kommen waren, ihn zu horen, und daß sie geheilet wurden von ihren Seuchen, und die von unsaubern Geistern umgetrieben wurden, die wurden gesund.

19Und alles Volk begehrete, ihn anzurühren, denn es ging Kraft von ihm; und heilete sie alle.

20Und er hub seine Augen auf uber seine Junger und sprach: Selig seid ihr Armen; denn das Reich Gottes ist euer.

21Selig seid ihr, die ihr hier hungert; denn ihr sollet satt werden. Selig seid ihr, die ihr hier weinet; denn ihr werdet lachen.

22Selig seid ihr, so euch die Menschen hassen und euch absondern und schelten euch und verwerfen euren Namen als einen boshaftigen urn des Menschensohns willen.

23Freuet euch alsdann und hupfet; denn siehe, euer Lohn ist groü im Himmel. Desgleichen taten ihre Vater den Propheten auch.

24Aber dagegen wehe euch Reichen! denn ihr habt euren Trost dahin.

25Wehe euch, die ihr voil seid! denn euch wird hungern. Wehe euch, die ihr hier lachet! denn ihr werdet weinen und heulen.

26Wehe euch, wenn euch jedermann wohl redet! Desgleichen taten ihre Vater den falschen Propheten auch:

27Aber ich sage euch, die ihr zuhoret: Liebet eure Feinde; tutdenen wohl, die euch hassen;

28segnet die, so euch verfluchen; bittet fur die, so euch beleidigen.

29Und wer dich schlagt auf einen Backen, dem biete den andern auch dar; und wer dir den Mantel nimmt, dem wehre nicht auch den Rock.

30Wer dich bittet, dem gib; und wer dir das Deine nimmt, da fordere es nicht wieder.

31Und wie ihr wollet, daü euch die Leute tun sollen, also tut ihnen gleich auch ihr.

32Und so ihr liebet, die euch lieben, was Danks habt ihr davon? Denn die Sunder lieben auch ihre Liebhaber.

33Und wenn ihr euren Wohltatern wohl tut, was Danks habt ihr davon? Denn die Sunder tun dasselbige auch.

34Und wenn ihr leihet, von denen ihr hoffet zu nehmen, was Danks habt ihr davon? Denn die Sunder leihen den Sundern auch, auf daü sie Gleiches wieder nehmen.

35Doch aber liebet eure Feinde; tut wohl und leihet, daü ihr nichts dafür hoffet, so wird euer Lohn groü sein, und werdet Kinder des Allerhochsten sein. Denn er ist gütig über die Undankbaren und Boshaftigen.

36Darum seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist.

37Richtet nicht, so werdet ihr auch nicht gerichtet. Verdammet nicht, so werdet ihr auch nicht verdammet. Vergebet, so wird euch vergeben.

38Gebt, so wird euch gegeben. Ein voil, gedrückt, gerüttelt und uberflussig Mali wird man in euren Schofi geben; denn eben mit dem Mali, da ihr mit messet, wird man euch wieder messen.

39Und er sagte ihnen ein Gleichnis: Mag auch ein Blinder einem Blinden den Weg weisen? Werden sie nicht alle beide in die Grube fallen?

40Der Junger ist nicht über seinen Meister; wenn der Junger ist wie sein Meister, so ist er vollkommen.

41Was siehest du aber einen Splitter in deines Bruders Auge, und des Balkens in deinem Auge wirst du nicht gewahr?

42Oder wie kannst du sagen zu deinem Bruder: Halt stille, Bruder! Ich will den Splitter aus deinem Auge ziehen; und du siehest selbst nicht den Balken in deinem Auge? Du Heuchler! Zieh zuvor den Balken aus deinem Auge und besiehe dann, daü du den Splitter aus deines Bruders Auge ziehest.

43Denn es ist kein guter Baum, derfaule Frucht trage, und kein fauler Baum, der gute Frucht trage.

44Ein jeglicher Baum wird an seiner eigenen Frucht erkannt. Denn man lieset nicht Feigen von den Dornen auch so lieset man nicht Trauben von den Hecken.

45Ein guter Mensch bringt Gutes hervor aus dem guten Schatz seines Herzens; und ein boshaftiger Mensch bringt Boses hervor aus dem bosen Schatz. seines Herzens. Denn wes das Herz voil ist, des gehet der Mund über.

46Was heiliet ihr mich aber Herr, Herr, und tut nicht, was ich euch sage?

47Wer zu mir kommt und horet meine Rede und tut sie, den will ich euch zeigen, wem er gleich ist.

48Er ist gleich einem Menschen, der ein Haus bauete und grub tief und legte den Grund auf den Fels. Da aber Gewasser kam, da rili der Strom zum Hause zu und mochte es nicht bewegen; denn es war auf den Fels gegrundet.

49Wer aber horet und nicht tut, der ist gleich einem Menschen, derein Haus bauete auf die Erde ohne Grund; und der Strom rüi zu ihm zu, und es fiel bald, und das Haus gewann einen großen Rifi.

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