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Judges 19

GerBoLut: Deutsch Bolsingerߴs Luther 1545 Bibel (moderne Rechtschreibung) · alemão

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1Zu der Zeit war kein Konig in Israel. Und ein levitischer Mann war Fremdling an der Seite des Gebirges Ephraim und hatte ihm ein Kebsweib zum Weibe genommen von Bethlehem-Juda.

2Und da sie hatte neben ihm gehuret, lief sie von ihm zu ihres Vaters Hause gen Bethlehem-Juda und war daselbst vier Monden lang.

3Und ihr Mann machte sich auf und zog ihr nach, daß er freundlich mit ihr redete und sie wieder zu sich holete; und hatte einen Knaben und ein Paar Esel mit sich. Und sie fuhrete ihn in ihres Vaters Haus. Da ihn aber der Dime Vater sah, ward er froh und empfing ihn.

4Und sein Schwaher, der Dime Vater, hielt ihn, daß er drei Tage bei ihm blieb; alien und tranken und blieben des Nachts da.

5Des vierten Tages machten sie sich des Morgens fruhe auf; und er stund auf und wollte ziehen. Da sprach der Dime Vater zu seinem Eidam: Labe dein Herz zuvor mit einem Bissen Brots, danach sollt ihr ziehen.

6Und sie setzen sich und alien beide miteinander und tranken. Da sprach der Dime Vater zu dem Mann: Lieber, bleib uber Nacht und lali dein Herz guter Dinge sein.

7Da aber der Mann aufstund und wollte ziehen, notigte ihn sein Schwaher, daß er uber Nacht da blieb.

8Des Morgens am funften Tage machte er sich fruh auf und wollte ziehen. Da sprach der Dime Vater: Lieber, labe dein Herz und lali uns verziehen, bis sich der Tag neiget. Und alien also die beiden miteinander.

9Und der Mann machte sich auf und wollte ziehen mit seinem Kebsweibe und mit seinem Knaben. Aber sein Schwaher, der Dime Vater, sprach zu ihm: Siehe, der Tag lalit ab, und will Abend werden; bleib uber Nacht. Siehe, hie ist Herberge noch diesen Tag; bleib hie uber Nacht und lali dein Herz guter Dinge sein; morgen so stehet ihr fruh auf und ziehet eures Weges zu deiner Hütte.

10Aber der Mann wollte nicht uber Nacht bleiben, sondern machte sich auf und zog hin und kam bis vor Jebus, das ist, Jerusalem, und sein Paar Esel beladen, und sein Kebsweib mit ihm.

11Da sie nun bei Jebus kamen, fiel der Tag fast dahin. Und der Knabe sprach zu seinem Herm: Lieber, zeuch und lali uns in diese Stadt der Jebusiter einkehren und uber Nacht drinnen bleiben.

12Aber sein Herr sprach zu ihm: Wirwollen nicht in der Fremden Stadt einkehren, die nicht sind von den Kindern Israel, sondern wollen hinuber gen Gibea.

13Und sprach zu seinem Knaben: Gehe fort, daß wir hinzukommen an einen Ort und uber Nacht zu Gibea Oder zu Rama bleiben.

14Und sie zogen fort und wandelten, und die Sonne ging ihnen unter hart bei Gibea, die da liegt unter Benjamin.

15Und sie kehreten daselbst ein, daß sie hineinkamen und uber Nacht zu Gibea blieben. Da er aber hineinkam, setzte er sich in der Stadt Gasse; denn es war niemand, der sie die Nacht im Hause herbergen wollte.

16Und siehe, da kam ein alter Mann von seiner Arbeit vom Felde am Abend; und er war auch vom Gebirge Ephraim und ein Fremdling zu Gibea; aber die Leute des Orts waren Kinder Jemini.

17Und da er seine Augen aufhub und sah den Gast auf der Gasse, sprach er zu ihm: Wo willst du hin? und wo kommst du her?

18Er aber antwortete ihm: Wir reisen von Bethlehem-Juda, bis wir kommen an die Seite des Gebirges Ephraim, daher ich bin; und bin gen Bethlehem-Juda gezogen und ziehe jetzt zum Hause des HERRN, und niemand will mich herbergen.

19Wirhaben Stroh und Futter fur unsere Esel und Brat und Wein fur mich und deine Magd und fur den Knaben, der mit deinem Knechte ist, daß uns nichts gebricht.

20Der alte Mann sprach: Friede sei mit dir! Alles, was dir mangelt, findest du bei mir; bleibe nur nicht uber Nacht auf der Gasse!

21Und fuhrete ihn in sein Haus und gab den Eseln Futter; und sie wuschen ihre Fülie und alien und tranken.

22Und da ihr Herz nun guter Dinge war, siehe, da kamen die Leute der Stadt, bose Buben, und umgaben das Haus und pochten an die Tur und sprachen zu dem alten Manne, dem Hauswirt: Bringe den Mann heraus, der in dein Haus kommen ist, daß wir ihn erkennen!

23Aber der Mann, der Hauswirt, ging zu ihnen heraus und sprach zu ihnen: Nicht, meine Bruder, tut nicht so übel, nachdem dieser Mann in mein Haus kommen ist; tut nicht eine solche Torheit!

24Siehe, ich habe eine Tochter, noch eine Jungfrau, und dieser ein Kebsweib; die will ich euch herausbringen, die moget ihrzuschanden machen und tut mit ihnen, was euch gefallt; aber an diesem Manne tut nicht eine solche Torheit!

25Aber die Leute wollten ihm nicht gehorchen. Da fassete der Mann sein Kebsweib und brachte sie zu ihnen hinaus. Die erkannten sie und zerarbeiteten sich die ganze Nacht bis an den Morgen; und da die Morgenrote anbrach, lielien sie sie gehen.

26Da kam das Weib hart vor Morgens und fiel nieder vor der Tur am Hause des Mannes, da ihr Herr innen war, und lag da, bis es licht ward.

27Da nun ihr Herr des Morgens aufstund und die Tur auftat am Hause und herausging, dais er seines Weges zoge, siehe, da lag sein Kebsweib vor der Tor des Hauses und ihre Hande auf der Schwelle.

28Er aber sprach zu ihr: Stehe auf, lal J uns ziehen! Aber sie antwortete nicht. Da nahm er sie auf den Esel, machte sich auf und zog an seinen Ort.

29Als er nun heimkam, nahm er ein Messer und fassete sein Kebsweib und stockte sie mit Bein und mit allem in zwolf Stücke und sandte sie in alle Grenzen Israels.

30Wer das sah, der sprach: Solches ist nicht geschehen noch gesehen, seit der Zeit die Kinder Israel aus Agyptenland gezogen sind, bis auf diesen Tag. Nun bedenket euch uber dem und gebet Rat und saget an!

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