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Job 6

GerBoLut: Deutsch Bolsingerߴs Luther 1545 Bibel (moderne Rechtschreibung) · alemão

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1Hiob antwortete und sprach:

2Wenn man meinen Jammer woge und mein Leiden zusammen in eine Waage legte,

3so würde es schwerer sein denn Sand am Meer; darum ist's umsonst, was ich rede.

4Denn die Pfeile des Allmachtigen stecken in mir, derselben Grimm sauft aus meinen Geist, und die Schrecknisse Gottes sind auf mich gerichtet.

5Das Wild schreiet nicht, wenn es Gras hat; der Ochse bloket nicht, wenn er sein Futter hat.

6Kann man auch essen, das ungesalzen ist? Oder wer mag kosten das Weite um den Dotter?

7Was meiner Seele widerte anzuruhren, das ist meine Speise vor Schmerzen.

8O daß meine Bitte geschahe, und Gott gabe mir, wes ich hoffe!

9Dali Gott anfinge und zerschluge mich und liete seine Hand gehen und zerscheiterte mich!

10So hatte ich noch Trost und wollte bitten in meiner Krankheit, daß er nur nicht schonete. Habe ich doch nicht verleugnet die Rede des Heiligen.

11Was ist meine Kraft, daß ich moge beharren? und welch ist mein Ende, daß meine Seele geduldig sollte sein?

12Ist doch meine Kraft nicht steinern, so ist mein Fleisch nicht ehern.

13Habe ich doch nirgend keine Hilfe, und mein Vermogen istweg.

14Wer Barmherzigkeit seinem Nachsten weigert, der verlasset des Allmachtigen Furcht.

15Meine Bruder gehen verachtlich vor mir uber, wie ein Bach, wie die Wasserstrome vorüberflielien.

16Doch, welche sich vor dem Reif scheuen, uber die wird der Schnee fallen.

17Zur Zeit, wenn sie die Hitze drucken wird, werden sie verschmachten, und wenn es heili wird, werden sie vergehen von ihrer Statte.

18Ihr Weg gehet beiseit aus; sie treten auf das Ungebahnte und werden umkommen.

19Sie sehen auf die Wege Themas; auf die Pfade Reicharabias warten sie.

20Aber sie werden zuschanden werden, wenn's am sichersten ist, und sich schamen müssen, wenn sie dahin kommen.

21Denn ihr seid nun zu mir kommen; und weil ihr Jammer sehet, furchtet ihr euch.

22Habe ich auch gesagt: Bringet her und von eurem Vermogen schenket mir

23und errettet mich aus der Hand des Feindes und erloset mich von der Hand der Tyrannen?

24Lehret mich, ich will schweigen; und was ich nicht weiß, das unterweiset mich.

25Warum tadelt ihr die rechte Rede? Wer ist unter euch, der sie strafen konnte?

26Ihr erdenket Worte, daß ihr nur strafet, und daß ihr nur paustet Worte, die mich verzagt machen sollen.

27Ihr fallet uber einen armen Waisen und grabet eurem Nachsten Gruben.

28Doch weil ihr habt angehoben, sehet auf mich, ob ich vor euch mit Lügen bestehen werde.

29Antwortet, was recht ist; meine Antwort wird noch recht bleiben.

30Was gilt's, ob meine Zunge unrecht habe und mein Mund Boses vorgebe?

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Job 6 — alemão:

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