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Acts 26

GerBoLut: Deutsch Bolsingerߴs Luther 1545 Bibel (moderne Rechtschreibung) · alemão

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1Agrippa aber sprach zu Paulus: Es ist dir eriaubt, fur dich zu reden. Da verantwortete sich Paulus und reckte die Hand aus:

2Es ist mir sehr lieb, lieber Konig Agrippa, daß ich mich heute vor dir verantworten soil alles, des ich von den Juden beschuldigt werde,

3allermeist weil du weißt alle Sitten und Fragen der Juden. Darum bitte ich dich du wollest mich geduldiglich horen.

4Zwar mein Leben von Jugend auf, wie das von Anfang unter diesem Volk zu Jerusalem zugebracht ist, wissen alle Juden,

5die mich vorhin gekannt haben, wenn sie wollten bezeugen. Denn ich bin ein Pharisaer gewesen, welche ist die strengste Sekte unsers Gottesdienstes.

6Und nun stehe ich und werde angeklagt uber der Hoffnung an die Verheißung, so geschehen ist von Gott zu unsern Vatern.

7Zu welcher hoffen die zwolf Geschlechter der Unsern zu kommen mit Gottesdienst Tag und Nacht emsiglich. Dieser Hoffnung halben werde ich, lieber Konig Agrippa, von den Juden beschuidiget.

8Warum wird das fur unglaublich bei euch gerichtet, daß Gott Tote auferweckt?

9Zwar ich meinete auch bei mir selbst, ich müßte viel zuwidertun dem Namen Jesu von Nazareth,

10wie ich denn auch zu Jerusalem getan habe, da ich viel Heilige in das Gefangnis verschloß, daruber ich Macht von den Hohenpriestern empfing; und wenn sie erwurget wurden, half ich das Urteil sprechen.

11Und durch alle Schulen peinigte ich sie oft und zwang sie zu lastern und war uberaus unsinnig auf sie, verfolgte sie auch bis in die fremden Stadte.

12Uber welchem, da ich auch gen Damaskus reisete mit Macht und Befehl von den Hohenpriestern,

13mitten am Tage, lieber Konig, sah ich auf dem Wege, daß ein Licht vom Himmel, heller denn der Sonne Glanz, mich und die mit mir reiseten, umleuchtete.

14Da wiraber allezur Erde niederfielen, horete ich eine Stimme reden zu mir, die sprach auf ebraisch: Saul, Saul, was verfolgest du mich? Es wird dir schwer sein, wider den Stachel zu lecken.

15Ich aber sprach: Herrwerbistdu? Er sprach: Ich bin Jesus, den du verfolgest; aber stehe auf und tritt auf deine Fuße.

16Denn dazu bin ich dir erschienen, daß ich dich ordne zum Diener und Zeugen des, das du gesehen hast, und das ich dir noch will erscheinen lassen.

17Und will dich erretten von dem Volk und von den Heiden, unter welche ich dich jetzt sende,

18aufzutun ihre Augen, daß sie sich bekehren von der Finsternis zu dem Licht und von der Gewalt des Satans zu Gott, zu empfangen Vergebung der Sunden und das Erbe samt denen, die geheiliget werden durch den Glauben an mich.

19Daher, lieber Konig Agrippa, war ich der himmlischen Erscheinung nicht unglaubig,

20sondern verkündigte zuerst denen zu Damaskus und zu Jerusalem und in alle Gegend judischen Landes, auch den Fleiden, daß sie Buße taten und sich bekehreten zu Gott und taten rechtschaffene Werke der Buße.

21Urn deswillen haben mich die Juden im Tempel gegriffen und unterstanden, mich zu toten.

22Aber durch Hilfe Gottes ist es mir gelungen und stehe bis auf diesen Tag und zeuge beiden, dem Kleinen und Großen, und sage nichts außer dem, was die Propheten gesagt haben, daß es geschehen sollte, und Mose:

23daß Christus sollte leiden und der Erste sein aus der Auferstehung von den Toten und verkundigen ein Licht dem Volk und den Heiden.

24Da er aber solches zur Verantwortung gab, sprach Festus mit lauter Stimme: Paulus, du rasest; die große Kunst macht dich rasend.

25Er aber sprach: Mein teurer Festus, ich rase nicht, sondern ich rede wahre und vernünftige Worte.

26Denn der Konig weiß solches wohl, zu welchem ich freudig rede; denn ich achte, ihm sei der keines nicht verborgen, denn solches ist nicht im Winkel geschehen.

27Glaubest du, Konig Agrippa; den Propheten? Ich weiß, daß du glaubest.

28Agrippa aber sprach zu Paulus: Es fehlet nicht viel, du uberredest mich, daß ich ein Christ würde.

29Paulus aber sprach: Ich wunschte vor Gott, es fehlte an viel Oder an wenig, daß nicht alleine du, sondern alle, die mich heute horen, solche wurden, wie ich bin, ausgenommen diese Bande.

30Und da er das gesagt, stund der Konig auf und der Landpfleger und Bernice, und die mit ihnen saßen,

31und entwichen beiseits, redeten miteinander und sprachen: Dieser Mensch hat nichts getan, was des Todes Oder der Bande wert sei.

32Agrippa aber sprach zu Festus: Dieser Mensch hatte konnen losgegeben werden, wenn er sich nicht auf den Kaiser berufen hatte.

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